Warum glauben Menschen an Gott?
Hast du dir auch schonmal ein paar Fragen gestellt, die du nicht beantworten kannst? Hattest du schon einmal das Gefühl, dass du Dinge nicht weißt, die eigentlich die wichtigsten Fragen deines Lebens wären: Warum lebe ich? Was passiert, wenn ich sterbe?
Warum ist Döner so genial (und "unbezahlbar")? Wie ist die Erde entstanden?
Nun, dafür habe ich auch keine perfekten Antworten. Aber ich glaube an einen Gott, der die Antworten auf all meine Fragen hat. Der einfach alles über mich weiß.
Jesus sagt über sich selbst, dass er der Sohn Gottes und Gott selbst ist (darüber kannst du zum Beispiel in Johannes 13,30 nachlesen). Doch warum glaube ich an diesen Jesus, wenn ich für seine Existenz eigentlich keinerlei Beweise habe?
Warum glauben Menschen an Gott? Ist er nicht nur eine viel zu schöne Ablenkung von ihrem traurigen und langweiligen Alltag?
Glaub mir, selbst wir Christen fragen uns das manchmal und selbst die Kirche hat es den Menschen im Laufe der Zeit nicht immer einfach gemacht. Aber sorry: die Kirche macht aus dir keinen Christen. Und sorry: Sie kann dich manchmal sogar davon abhalten. Trotzdem ist sie eine wichtige Institution oder Gemeinschaft von Menschen, die alle (ungefähr) das Gleiche glauben: Gott liebt dich (und uns alle) und er hat seinen Sohn für dich gegeben, damit du glücklich sein kannst. Er hat dich gemacht und liebt dich, egal wer du bist und was du getan hast! Ziemlich genial oder?
Glaube ist nicht das Gegenteil von Wissen.
Viele Zweifel halten Menschen vom Glauben ab. Vielleicht glaubst du, dass Glaube sinnlos ist, Zeit verschwendet oder dich von irgendetwas abhält. Ein großer Grund für Zweifel ist bei vielen Menschen auch die Annahme, dass Glaube wissenschaftlich belegten Tatsachen widerspricht.
Doch Glaube ist nicht das Gegenteil von Wissen. Das hat man im 19. Jahrhundert geglaubt, als die Naturwissenschaften immer bekannter wurden. Charles Darwin bot plötzlich völlig neue Ansätze an, bei der das Leben über Tausende von Jahren durch Evolution entstanden ist. Das schien mit den Schöpfungsberichten aus der Bibel (darin steht unter Anderem, dass Gott die Welt erschaffen hat) überhaupt nicht überein zu stimmen und die Kirche hat diesen Spalt selbst zunächst weiter ausgedehnt.
Man kann also leicht auf die folgende Idee kommen: Am Anfang gibt es immer viel Glaube und wenig Wissen. Doch umso mehr wir wissen, umso weniger ergibt Religion noch einen Sinn.
So leicht ist es aber nicht. Die Bibel will uns weder Naturkunde erklären, noch eine Schritt-für-Schritt-Anleitung der Schöpfung liefern, die in 7 Tagen geschehen ist.
Nein, sie befasst sich mit Gott und seiner Liebe und seinem Handeln. Sie deckt also einen weiteren Bereich ab, der Wissenschaft in vielen Bereichen beeinflusst und von ihr beeinflusst wird. Erklärt aber immer noch nicht, warum wir nun an Gott glauben, oder?
Jesus hat gelebt!
Viele Christen erzählen sogar, dass sie das Gefühl haben, Gott nicht zu spüren oder nicht zu wissen, dass er gerade bei ihnen ist. Zweifel sind absolut normal.
Wir scheinen uns da auf ein Buch (die Bibel) zu verlassen, was uralt ist und glauben, dass wir damit unser Leben ausrichten können. Das würde wirklich nur Sinn ergeben, hätte Gott an diesem Buch mitgewirkt und es so gestaltet, dass es immer aktuell bleibt.
Betrachten wir da mal ein paar rationale Tatsachen. Wir glauben, dass Jesus (Gottes Sohn) für uns am Kreuz gestorben ist (mehr dazu in einem anderen Beitrag). Das ist eine wahnsinnig wunderbare und unglaubliche Tatsache. Aber dafür hätte es keinen Grund für Jesus gegeben, wäre er nicht der Sohn Gottes. Er hatte zahlreiche Möglichkeiten, seine Aussagen zu widerrufen, zuletzt kurz vor seinem Tod. Das gilt auch für viele seiner Anhänger, die ähnlich schmerzhaft gestorben sind, weil sie an das geglaubt haben, was sie damals sehen konnten.
Die Jünger haben sich sicher nicht gedacht: "Oh, Jesus ist jetzt tot, lasst uns mal behaupten, er wäre auferstanden, damit wir dann alle qualvoll sterben! Was uns das bringt? Gar nichts!"
Jesus haben auch andere Schriften als die Bibel erwähnt. Das ist besonders erstaunlich, weil er sogar in den Schriften des römischen Kaisers Nero auftaucht, der Christen unglaublich brutal töten lies und den Sohn Gottes am Liebsten niemals erwähnt hätte.
Gott gibt es wirklich und das zeigt er dir gern!
Aber wir müssen uns nicht nur auf diese historischen Geschehnisse verlassen. Denn Gott ist real und wenn du ihm die Chance gibst, zeigt er dir gern, dass er bei dir ist. Er wird dir Möglichkeiten schenken, an ihn zu glauben und ihn richtig zu spüren. Bei mir sind das manchmal schon kleine Glücksmomente in einer düsteren Zeit, die ich mir nicht erklären kann. Aber es ist weit mehr als das und kann eine unglaubliche Reise werden, wenn man sich darauf einlässt. Denn Gott liebt dich und ist immer da, wenn du ihn brauchst. Und dann wirst du vielleicht eines Tages auch die genialen Dinge tun, die von außen ein wenig verrückt aussehen. Einfach, weil Gottes Nähe wunderbar ist.
Glaube „tut“ man einfach.
Zuletzt will ich dir noch sagen, dass man Glaube nicht einplanen kann. Du kannst nicht sagen: „Jetzt glaube ich“ und dann einfach glauben. Das ist Quatsch. Gott hilft dir aber dabei, ihn kennen zu lernen. Wenn du merkst, dass du Glaube interessant findest, kannst du einen Gottesdienst oder uns in der jungen Gemeinde besuchen, in einer Bibel lesen (da gibt es auch viele ansprechende Übertragungen, die leicht verständlich sind!) oder einfach mal ausprobieren, mit Gott zu reden.
Das kann zum Beispiel so aussehen:
Hallo Gott,
Wenn es dich wirklich gibt, schicke mir mal bitte ein Zeichen.
Mir fällt es oft total schwer, an dich zu glauben, aus sehr vielen Gründen.
Aber du kannst mir gern dabei helfen, dich kennen zu lernen!
Ich bin echt gespannt, was du mir da zeigen kannst.
Amen!
(Damit hören wir üblicherweise ein Gespräch mit Gott auf, aber du kannst auch gern etwas Anderes sagen. Amen heißt so etwas wie „So sei es“.)
Natürlich könnten wir dir jetzt noch viel mehr darüber erzählen, aber du kannst uns deine Fragen auch sehr gern direkt schreiben! Wir freuen uns über deine Anfrage :).
Samuel